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Treviso

Flach und von Kanälen durchzogen ist Treviso, ehemals Teil des Römischen Reiches mit dem Namen „Tarvisium“. Die Provinzhauptstadt besitzt einen Festungswall aus dem 15./16. Jh., und wird von Sile und Botteniga durchflossen. Bereits unter den Römern wurde die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum, und da sie das Glück hatte, von der barbarischen Invasion verschont zu bleiben, kam sie zur höchsten Blüte unter den Goten und Langobarden und wurde Herzogtum. Viele kleine Gassen und Laubengänge laden zum Bummeln ein. Das mittelalterliche, spätgotische Zentrum, die schönen Privatbauten, einige mit bemalter Fassade, die sich mit tief hinabhängenden Weiden in den Kanälen spiegeln, verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Vor allem zu besichtigen:
1. Piazza dei Signori, im Zentrum. Diverse Löwen mit dem geöffneten Evangelium zwischen den Pranken, Zeichen der Vorherrschaft der Serenissima (Beiname der Republik Venedig) schmücken den Platz. Die prunkvollen Paläste finden sich hier, so im Norden der Palazzo di Podestà (1400), der die ganze Breitseite einnimmt. Er ist Sitz der Präfektur. Der Palazzo dei Trecento (1213) mit dem „Torre del Comune“¸im romanischen Stil, ist eines der ältesten Verwaltungsgebäude Italiens.
2. Der Dom. An der Piazza del Duomo erhebt sich der mächtige Dom San Pietro, ein romanischer Bau mit einem wunderschönen Kuppelsystem (12. Jh.), im 15. Jh. vollständig erneuert. Interessant sind die Ionischen Säulen im neoklassischen Stil. An der Aussenseite ein schönes marmornes Relief auf einem Strebepfeiler des seitlichen Apsis. Es stellt einen Bacchanten dar. Im Innern verdienen besondere Beachtung die vorromanische Krypta, das berühmte Altargemälde von Tizian und die Fresken von Pordenone.
3. Loggi dei Cavalieri. Es ist ein einmaliges Gebäude seiner Art in Europa, erstellt in der zweiten Hälfte des 13. Jh., als in Treviso Andrea da Perugia an der Macht war. Es ruht auf 3 Seiten auf Säulen, die aus Istrien stammen. Ab 1276 war das Gebäude Versammlungsort der Adligen, weshalb die Fassade Freskenreste mit berittenen Kämpfern zeigt. Mit der Einnahme der Stadt durch Venedig endigte am 13. 12. 1388 die Bestimmung dieses Gebäudes.
4. Kirche von San Nicolo. Eine reich geschmückte Ordenskirche der Dominikaner, die dank eines stattlichen Legats von Papst Benedikt XI. errichtet werden konnte. In drei Schiffen unterteilt birgt sie im Innern wertvolle Fresken und Gemälde. Im Mittelschiff befindet sich das Grabmal von Agostino Onigo (XV. Jh.). Es ist Giovanni Buora, Pietro Antonia, Tullio Lombardo und Lorenzo Lotto zugeschrieben. Ebenfalls im Mittelapsis befindet sich eine Tafel, die die „Madonna in trono con Angelo musicante e Santi“ von Bruder Marco Pensaben (fertiggestellt 1521 von Savoldo) darstellt. Im rechten Seitenschiff befindet sich die grosse Orgel von Gaetano Callido mit den bemalten Flügeltüren von Giacomo Lauro. Man beachte aber auch den Kapitelsaal, denn hier hinterliess Tomaso da Modena 1352 40 Freskenbilder von Dominikanerbrüdern, -heiligen und –päpsten. Viele von ihnen mit breitkrempigen Hüten, sitzen in ihren Schreibstuben, einer von ihnen, Kardinal Hugo von Provence, trägt eine Brille, die erste Darstellung eines Menschen mit Augengläsern.




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