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Venezia

Kleiner Führer durch Venedig
Das Luftbild zeigt die Stadt in der Form eines von Ost nach West springenden Fisches. Venedig ist ein visuelles Ereignis, aufgebaut auf Millionen von Baumstämmen im Wasser, umklammert wie von einer Fessel durch die Lagune. Im Stadtinnern der beherrschende Bogen des Canale Grande, um diesen die Quartiere, - Sestrieri genannt - Castello, San Marco, San Polo, Santa Croce, Dorsoduro, Cannareggio. Diese Sestrieri sind kleine Inseln, gespickt mit einzigartigen Kunstschätzen, durchzogen von 180 kleineren Kanälen. Jedes dieses Sestriere umfasst verschiedene Pfarreien mit unterschiedlichen soziologischen Strukturen. So wickelte sich im Sestriere von San Marco der Handel ab, das politische Leben, hier wohnte die Oberschicht, während in den äusseren Sestrieri die Bevölkerung schwer arbeitete und in Armut lebte. Kirchen, Paläste und reiche Bürgerhäuser, verteilt auf diesen Inseln sind Zeugen längst vergangener Zeiten, als die Serenissima Königin der Meere war und ihren Einfluss durch den Handel im ganzen Abendland geltend machte.
 
Keine Stadt dieser Welt bietet eine solche Vielfalt an Sehenswürdigkeiten:
Basilika von San Marco:
Erst in der 2. Hälfte des 11. Jh. entstand die heutige Architektur: Grundriss nach byzantinischem Muster eines griechischen Kreuzes, die Mitte und die Kreuzarme von 5 flachen Kuppeln überwölbt. 1807 wurde die Basilika Staatskirche.
Empfohlene Besichtigung:
Die Fassade der Westseite: Den unteren Teil beherrschen 5 grosse Portalnischen. Darüber zieht sich in voller Fassadenbreite eine Terrasse mit Balustrade. Das Obergeschoss gliedert sich in 5 mosaikgeschmückte Bögen. Den oberen Abschluss bilden reiche Verzierungen und Figuren mit den Evangelisten. Die berühmten 4 Rosse (Quadriga) aus vergoldeter Bronze über dem Mittelportal sind durch Kopien ersetzt.
Die Fassade der Südseite: Auf der Ecke des Vorbaus, der an die Porta della Carta grenzt, stehen 4 kriegerische Männer aus dunkelrotem Porphyr aus dem 4. Jh. Es ist die Gruppe der „Tetrarchen“ oder „Vierherrscher“: Diocletian, Maximian, Constantius, Galerius.
Ein Rundgang durch das Innere: 
Vorhalle: Die Bildwerke erzählen die alttestamentliche Geschichte. Das Mosaik über die Geschichte des Noah und der Turmbau zu Babel gehört zu den schönsten Werken.
Im Innern der Basilika vor uns die Pfingst-Kuppel, dahinter die Himmelfahrts-Kuppel. Weiter fallen links die schönen schwarzweissen Säulen aus Marmor auf. Durch den Bogen links betreten wir den nördlichen Kreuzarm mit 2 Kapellen und der Johannes-Kuppel. Der Altar an der Ostseite des Kreuzarmes schmückt eines der kostbarsten Werke der Basilika, die Ikone Madonna Niopeia. Ganz vorn die Emanuel Kuppel mit dem Pala d’Oro auf der Rückseite. Die Goldwand, das prächtigste Schmuckwerk der Basilika, wurde 976 vom Dogen Orseolo in Auftrag gegeben. Die kostbarsten Emailbilder sind an den Einrahmungen zwischen den ziselierten Figuren zu sehen. Unter dem Hauptaltar ruhen die Gebeine des hl. Markus. Es folgt im rechten Seitenschiff die Leonhards-Kuppel mit dem Sakramentsaltar, weiter rechts die Schatzkammer, trotz Plünderung noch heute sehenswert, sowie das Battistero.
Der Mosaikschmuck: Er ist die grösste und wirkungsvollste Kostbarkeit der Basilika. Ihm verdankt sie den Namen Basilica d’Oro.
 
Der Dogenpalast
Der heutige Palast stammt im Wesentlichen aus der Mitte des 14. Jh.¸ die Fassade zur Piazzetta aus dem 15 Jh. Er ist im gotisch venezianischen Stil sowie im Stil der Renaissance gehalten und enthält eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt: Veronese, Tintoretto, Tizian, Bellini, Carpaccio, Tiepolo, sind vertreten. Er war offizielle Residenz von 120 Dogen, die Venedig regierten.
Besichtigung (Kurzbeschreibung)
Südfassade, analog der Westfassade: Der Baukörper ruht auf weissen Marmorsäulen, die in Spitzbogenarkaden auslaufen. Darüber läuft eine Galerie mit schlanken Säulen, mit Spitzbögen und Kleeblattfenster. Im wuchtigen Oberbau Fenster und 1 Balkon. Der obere Abschluss bilden Zinnen und Spitztürmchen.
Den Innenhof betreten wir durch die Porta della Carta (ehemals Anschlagsbrett für Erlasse). Er gehört zu den schönsten Höfen der Renaissance. Man sieht 2 prächtig verzierte Brunnenschalen, Zugang zu den unterirdischen Zisternen.
Die Giganten Treppe mit den Figuren Mars und Neptun führt hinauf in die Staatsgemächer. Die wichtigsten Räume befinden sich im 2. Und 3. Stock.
2. Stock: Saal des Grossen Rats: Gehört zu den prunkvollsten. Er nimmt fast den gesamten Flügel des Palastes an der Lagunenseite ein. Von hier aus wurde die Republik regiert. Tintoretto und Veronese waren mit der Bildausstattung betraut. Es folgt der Saal, wo die Dogen gewählt wurden und dann, dem markierten Weg folgend, die Seufzerbrücke zu den Gefängnissen mit den Bleidächern. Es folgen die glanzvoll ausgestatteten und mir reichen Kunstwerken bestücken Privatgemächer der Dogen.
Ueber die Goldene Treppe kommt man hinauf in den 3. Stock: Zuerst das Atratio Quatrato, (Gemälde von Veronese und Tintoretto), danach der Saal der 4 Türen (Gemälde von Tiepolo). Es folgt der Wartesaal der Gesandten(Gemälde von Bassano und Veronese), der Sala del Collegio mit der wohl schönsten Decke des Palastes von Bello und Veronese. Durch die Seitentür gelangen wir in den Senatssaal. Zurück – jenseits der Goldenen Treppe - der Saal des Zehnerrats, danach der Sala della Bussola mit dem Löwenmaul sowie die Waffensääle und Rüstkammern.
 
Der Markusplatz
Felder und Gemüsegärten eines Klosters lagen einst dort. Der Platz wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgestaltet. Wo einst grandiose Prozessionen stattfanden tummeln sich heute Touristen aus aller Welt sowie Tauben.
An der nördlichen Längsfront liegen die Alten Prokuratien (Amtssitz der Prokuratoren). Am Ostflügel der Uhrturm (1496). Das Zifferblatt zeigt Stunden, Tierkreiszeichen und Mondphasen. Im oberen Feld der vergoldete Markuslöwe, auf der Dachterrasse die bronzenen Moren.
Gleich anschliessend die hübsche Piazzetta Leoncini mit den beiden blankgeriebenen Löwen, dahinter der Palazzo Patriarcale, Sitz des Patriarchen von Venedig.
Auf der Westseite der napoleonische Flügel, so genannt, weil von Napoleon 1810 errichtet.
An der südlichen Längsfront die Neuen Prokuratien (heute Correr- und archäologisches Museum). Im Osten steht der Campanile. Er wäre nach der Markuskirche das älteste Bauwerk, stürzte jedoch 1902 in sich zusammen. Heute, 99 m hoch wieder aufgebaut, führt ein Lift in die Höhe.
Unter den Arkaden befinden sich Läden und Cafés, darunter das Quadri und wohl das berühmtere Florian mit seiner Holztäfelung, Spiegeln und Marmortischen.
Gegen die Lagune hin die Piazzetta von Sansovino (1536 erbaut), rechts die Alte Bibliothek und links die Münzprägestätte. In der Ferne erkennt man die Kirche San Giorgio Maggiore. Der Blick fällt zu den beiden Granitsäulen mit dem Hl. Theodor mit Lanze und Krokodil und dem Löwen.
Hinter der Piazzetta befindet sich ein kleiner Garten, früher Markt, erbaut durch Napole
 
Der Canal Grande
 
ist die Lebensader Venedigs, 4 km lang, Verbindungsweg zu 177 grösseren und kleineren Kanälen. In einem Doppelbogen verbindet er die Stadt vom westlichen Rand (Zufahrt zum Festland) bis zur Bucht von San Marco. Ein reger Schiffsverkehr spielt sich täglich auf ihm ab. Beidseits der Wasserstrasse ein berühmtes Bauwerk und ein Palast nach dem anderen.
Hier einige der bekanntesten Bauwerke, beginnend am linken Ufer von San Marco: Das frühere Seezollamt, auf dem kleinen Turm 2 Atlanten mit vergoldeter Weltkugel mit Figur der Fortuna. Danach die barocke Kirche S.M. della Salute, entstanden nach einem Pest Zug von 1630, erbaut durch Baldassare Longhena. Im Innern 3 Gemälde von Tizian und Tintorettos berühmte Hochzeit von Kana. Weiter der prächtige Palazzo Dario mit runden Marmorverzierungen. Unvollendet der Palazzo Venier di Leoni (P. Guggenheim-Museum). Es folgt die hölzerne Akademiebrücke von 1932, dann die Ca’Rezzonico mit der mächtigen Fassade, heute venez. Museum des 18. Jh. Es folgen der Palazzo Giustiniani sowie Ca’Foscari. Weiter oben die Uferstrasse Riva del Vino, so genannt, weil hier Weinfässer umgeschlagen wurden. Dann die berühmte Rialtobrücke, erbaut 1588 von Antionio da Ponte, 48 m lang und einer Spannweite von 28 m. Nach den Markthallen, weiter oben, der mächtige Palast Ca’Pesaro von Longhena, heute Museum der Modernen Kunst. Danach der Fondaco dei Turchi, ehemaliges Handelshaus der Türken, heute naturgeschichtliches Museum.
Zurück, am rechten Ufer:  Der Renaissance-Palast Vendramin Calergi, wo Richard Wagner starb. Dann Ca’d’Oro, einer der schönsten gotischen Paläste, ein Juwel, Wunder an Zartheit und Eleganz. Nach der Rialtobrücke seien vor allem erwähnt die Palazzi Grimani, Mocenigo, Grassi,  hinter der Akademiebrücke der gotische Palast Cavalli-Franchetti.
 
Die Galerie Accademia
 
Sie ist das für Venedig das, was die Uffizien für Florenz sind. Die Galerie bietet eine geschlossene Vorstellung venezianischer Malkunst. Gegründet 1750, erweitert unter Napoleon mit Werken aus Kirchen und Klöstern, kamen durch Erwerbungen immer neue Werke hinzu. Vor allem sei auf folgende hingewiesen:
Saal 1: Krönung der Jungfrau von Paolo Veronese (1350).
Saal 2: Herrliche Madonna unter dem Orangenbaum von Cima da Conegliano (tätig von 1489-1516).
Altarbild aus San Giobbe. Bellini malte es 1487 für die Kirche San Giobbe. Die Hl. Sebastian und Rocco neben der Jungfrau.
Saal 5: La Tempesta, der Sturm. Sitzende Frau mit Kind, abseits stehender Mann von Giorgione, 1506.
Saal 7: Meisterwerk eines Edelmanns mit Heiligen von Lorenzo Lotto (1480-1556).
Saal 10: Die Pieta von Tiziano Vecellio. Noch vor der Vollendung des Bildes raffte ihn 1576 die Pest dahin.
Gastmahl im Haus Levi von Veronese (1528-1588). Wegen der Weltlichkeit dieses als Abendmahl gedachte Gemälde wurde Veronese vor die Inquisition gezerrt.
Saal 17: Rosalba Carriera (1675­1758) malte in zarten Pastelltönen. Bezaubernde Kavaliere, Knaben, Venezianerinnen.
Saal 20: Prozession von San Marco von Gentile Bellini (1429-1507). Getreues Abbild venezianischen Lebens der damaligen Zeit.
Saal 21: Grosse Tafeln der Ursula-Legende. Bildfolgen, Meisterwerke von Vittore Carpaccio (1457-1526)
 
Santa Maria Gloriosa dei Frari
 
Die Kirche der Franziskanermönche in streng gotischem Stil erbaut, ist eine der sehenswertesten Kirchen Venedigs. 1250 gegründet, war sie ein Jh. später fertiggestellt. Der markante viereckige Glockenturm ist Venedigs höchster Turm neben dem Campanile.
Im Innern befinden einige der bedeutendsten Werke venezianischer Malerei, u. a. von Tizian, G. Bellini, Sansovino, Lombardo. Die Frari ist Grabkirche, in der Dogen und Condottieri, der Maler Tizian, das Herz des Bildhauers Canova und der Musiker Claudio Monteverdi begraben liegen.
Ein kleiner Rundgang:
Linkes Seitenschiff: An der Seitenwand zuerst Tizians Gemälde der Madonna des Hauses Pesaro, 1526, dann Grab Antonio Canova (1827), anschliessend Grabmal des Dogen Giovanni Pesaro (v. Baldassare Longhena und M. Bartel, 1669), dann Grabmal des Bischofs J. Pesaro (1550).
Chorkapellen: Polyptychon der Madonna mit den hl. Andreas und Nikolaus, Petrus und Paulus von B. Vivarini, dann Altarbild von Alvise Vivarini.
Im Hauptchor das Grabmal des Dogen Niccolo Tron von A. Rizzo, 1475, im Hochaltar das grossartige Gemälde Tizians „Assunta“ (1516-18) sowie das Grabmal des Dogen Francesco Foscari von P. und A. Bregno, ca. 1460.
Rechtes Seitenschiff: Denkmal für Tizian (1852), dann am 3. Altar die Statue des hl. Hieronymus (A. Vittoria, ca. 1560)
Sakristei: Altartriptychon Madonna mit Kind und den hl. Nikolaus, Petrus, Markus und Benediktus (G. Bellini, 1488), dann Altargemälde von B. Vivarini sowie Holzstatue Johannes des Täufers (Donatello 1451).
Schliesslich sei noch auf den Mönchschor in der Kirchenmitte, den Coro dei Frati, - das reichgeschnitzte Chorgestühl umfasst 124 Sitze - sowie auf die marmorne Scheidewand mit Statuen hingewiesen.
 
Campo Santa Margherita
 
In Venedig gibt es nur 1 Platz (San Marco)¸1 Piazzale (Roma) und 2 Piazzette. Der Rest heisst Campi, einst ungepflasterte Felder, inmitten der alte Brunnenstein, Oeffnung zu den unterirdischen Zisternen.
Der weitläufige, volkstümliche Campo Santa Margherita im Sestriere Dorso Duro ist eine Welt für sich, zumal wenn morgens Markt abgehalten wird.
Kleiner Rundgang:
An der Westseite:
1. Am linken Ende liegt die Kirche S.M. del Carmelo, Backsteinbau aus dem 14. Jh. Die Barockgemälde zeigen Episoden aus der Geschichte des Karmeliterordens. Am 2. Nebenaltar das Bild der Geburt Christi von Cima da Coneglianos. Am 2. Altar die Glorie des hl. Nikolaus von Lorenzo Lotto (1529).
2. Der Torso eines backsteinernen Glockenturms. Der Turmstumpf und die Statue an der Hauswand sind Reste der alten Kirche Santa Margherita. Der Turm war einst, neben dem Campanile, der zweitgrösste.
3. Palazzo Foscolo-Corner: wunderschöner Palast aus dem 14. Jh. Über dem Eingang das Familienwappen im byzantinischen Stil.
4. Durch das Westportal sehen wir den kleinen Campo dei Carmini. Das Haus Nr. 2615 (Casa del Moro) mit den schildtragenden Pagen aus der Werkstatt des Rizzo wird fälschlicherweise als Haus des Othello bezeichnet. Auch hier hat sich, ähnlich dem Haus der Desdemona am Kanalufer, die Legende eingenistet.
5. In der Mitte das einstige viereckige Zunfthaus der Gerber. Ein Relief zeigt die hl. Jungfrau, eine Gruppe von Händlern schützend.
6. Die im Renaissancestil gebaute Scuola Grande dei Carmini. Scuolen waren keine Schulen, sondern Versammlungsräume und Bethäuser religiöser Bruderschaften. An der Decke bezaubernde Bilder Tiepolos. Der Selige Simon Stock erhält von der Madonna das Skapulier der Karmeliter.
7. Corte del Fondaco: kleiner Durchgang mit herabgesetzten Bögen aus Backstein. Hier befand sich einst ein Mehllager.
8. Die Holzbalkone über den Dächern wurden einst errichtet, damit sich die Venezianerinnen von der Sonne ihre Haare bleichen lassen konnten.
Nordseite:
Hier zweigt die belebte Calle del Forno ab, die zum Piazzale Roma führt. Der nahe Rio Novo, 1932 ausgehoben, führt von Canale Grande zur Piazzale Roma. Um die Bausubstanz seitlich des Kanals zu schonen, ist er für Vaporetti und grössere Schiffe gesperrt.
 
 
Collection Peggy Guggenheim im Palazzo Venier dei Leoni
 
Die kapriziöse amerikanische Mäzenin Peggy Guggenheim (ihr Vater verstarb beim Untergang der Titanic) erwarb den Palazzo Venier dei Leoni kurz nach dem 2. Weltkrieg und versammelte hier ihre bewundernswerte Kollektion exotischer und vor allem moderner Kunst der 1. Hälfte des 20. Jh. (Kubismus, Surrealismus, abstrakter Expressionismus sowie die junge amerikanische Kunst).
Erwähnt sei:
1 Pablo Picasso (1911). Der Dichter, Selbstbildnis
2 Constantin Brancusi. Vogel im Raum, Messingfigur (1932-40)
3 Max Ernst (2. Ehemann von Peggy Guggenheim). La vestizione della sposa (Die Ankleidung der Braut)
4 René Magritte. L’impero della Luce (Das Reich des Lichts)
5 Alberto Giacometti. Donna cammina (1932)
6 Jackson Pollock: La donna luna (1942) Jugendwerk
7 Paul Klee. Giardino magico (Wundergarten) (1926)
8 Alexander Calder. Meisterwerk eines Mobile (1941) beim Eingang
9 Marino Marini. Angelo della città (1948). Pferd mit Reiter in Bronze
10 Henry Moor. Tre figure in piedi (im Garten) (1953)
 
 
Einen Tag in San Marco
 
Am Morgen:
Besuch des Dogenpalasts, nicht zu versäumen den Saal des Grossen Rats, den Senatssaal, die Gefängnisse und die Seufzerbrücke.
Basilica von San Marco. Wegen des günstigen Lichteinfalls wenn möglich am Mittag.
Essen in Harry’s Bar, wie E. Hemingway, im „Al di la del Fiume“, geniessen Sie den Carpaccio, hier von Cipriani erfunden.
 
Am Nachmittag:
Entlang der „Mercerie“¸ den Ladengeschäften, von der Piazza San Marco nach Rialto. Es sind vor allem Modegeschäfte, Andenkenläden, Glasgeschäfte, Boutiquen mit handgeschöpften Papieren, Ledergeschäften aber auch Restaurants, Patisserien.
Wieder zurück in San Marco, geniessen Sie den Markusplatz, die Piazzetta, die Lagune, den Blick nach San Giorgio Maggiore, all das in den Farben bei Sonnenuntergang.
 
 
Einen Tag im Sestriere Dorsoduro
 
Am Morgen:
Besuch der Galerie Accademia. Sie ist sehr umfangreich, lassen Sie sich genügend Zeit. Nicht versäumen sind die Werke von Carpaccio und Bellini.
Spaziergang nach Osten zur S. M. della Salute und weiter bis zum Seezollamt. Hier ist ein guter Standort, die Piazza San Marco zu fotografieren.
Weiter zur Zattere sowie zum Canale della Giudecca.
 
Am Nachmittag:
Spaziergang zum Campo Santa Margherita, zur Scuola Grande di Carmini. Hier sind Tiepolos Werke zu bewundern. Beachten sie in Ruhe die architektonische Eigen- und Schönheit dieses Campo. Er ist einer der besten Plätze, um das Leben Venedigs zu studieren.
 
Einen Tag im Sestriere Cannaregio
 
Am Morgen:
Steht die Ca’ d’Oro auf dem Plan. Von aussen sind die Reliefs, Balkone, Dekorteile zu bewundern, im Innenhof die Mosaike sowie der Brunnenstein. Sie zeigt im Innern den Wohnstil eines venezianischen Patrizierhauses (15. Jh.) sowie eine Kunstsammlung nach ihrem Stifter Galleria Franchetti genannt.
Wir kommen zum Campo del Ghetto Nuovo, dem Judenviertel. Zu empfehlen einen geführten Besuch in der Synagoge.
 
Am Nachmittag:
Spaziergang entlang dem Kanal di Cannaregio zum Ponte di Tre Archi und der Kirche San Giobbe und bewundern das Werk von Tintoretto, Madonna dell’Orto.
Im Campo di Mori stehen die 3 Moren (Händler) im arabischen Stil.
 
 
Einen Tag im Sestriere San Polo
 
Am Ende des Campo San Rocco die Scuola Grande di San Rocco. Hier sind Werke von Tintoretto zu bewundern.
Weiter zum Markt von Rialto: Beidseits der Ruga degli Orefici sind auf Brettertischen zum Verkauf: Kleinkram, Andenken, Woll- und Lederwaren etc. Aber auch Geflügel, Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse. Auf der rechten Seite die Kirche San Giacomo di Rialto (älteste Kirche Venedigs). Auf der linken Seite des Kanals: Im Fondaco dei Tedeschi die Post, im Palazzo Manin die Banca d’Italia, im Palazzo di Camerlinghi das 1. Finanzamt. Von der Brücke aus haben Sie eine schöne Sicht auf den Kanal. 8 Gondeln stehen noch heute zur Verfügung, um den Kanal zu überqueren.
 
Am Nachmittag:
Besuch der alten Gegend Terà Rampani, daher der Ausdruck „Carampane“ mit dem Rotlichtmilieu.
Campo San Giacomo dell’Orio. Hier befindet sich die Fakultät für Architektur.
Besuch der Kirche (Werke von L. Lotto und von Veronese)
 
Die Lagune Venedigs
 
Am Morgen:
Mit einer Schiffs-Tageskarte „Laguna Nord“ besuchen Sie Murano (Besuch einer Glasbläserei). Sehenswert sind der Canale Grande di Murano, der Fondaco Manin mit seinen mittelalterlichen Arkaden.
Weiter mit dem Schiff nach Burano: Insel der Spitzenkunst, mit farbigen Häusern, die sich im Wasser spiegeln, mit Kähnen und Fischerbooten. Ein freundlicher, heller Farbenfleck.
 
Am Nachmittag:
Fahrt nach Torcello: Besuch der ehrwürdigen Kathedrale S. M. Assunta. Hier befinden sich die frühesten und schönsten Mosaiken. Beachten sie „Der König der Lüge“, der Antichrist. Er erscheint mit dem falschen Messias im Riesenmosaik des Jüngsten Gerichts auf der Innenseite der Rückwand des Doms. Daneben die Kirche Santa Fosca, auch sie ist einen Besuch wert.



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